Ein modernes Gebäude mit großen Fenstern steht neben einem von Bäumen gesäumten Weg. Die Menschen gehen spazieren, fahren Rad und sitzen draußen auf Bänken. Der Himmel ist teilweise bewölkt und die Umgebung ist grün.

Die Notwendigkeit

Als frühes Konzentrationslager markiert Kislau den Übergang von der Weimarer Demokratie in das NS-Regime. Deshalb ist hier der richtige Ort für eine zukunftsorientierte historisch-politische Bildungsarbeit. Da der historische Gebäudebestand nicht verfügbar ist, planen wir einen Neubau vor den Toren der Schlossanlage. Hierfür stellt das Land Baden-Württemberg Mittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro bereit. Im Folgenden erfahren Sie mehr über das Konzept und den aktuellen Planungsstand.

künftiger Lernort
Soll das Bild entfallen oder wird hier ein Bild des zukünftigen Lernorts eingefügt?

Die Kislauer Schlossanlage wird heute für Zwecke des Justizvollzugs genutzt und ist deshalb nicht öffentlich zugänglich. Dennoch lohnt es sich, den historischen Ort zu erkunden – im Rahmen einer Führung oder auf eigene Faust.

Demokratie- und Diktaturgeschichte gehören zusammen – auch in der Vermittlung. Deshalb soll die Geschichte der ersten deutschen Republik am Lernort Kislau genauso viel Aufmerksamkeit erfahren wie die der NS-Diktatur: Wie konnte die Zerstörung der Demokratie gelingen, warum erkannten zu wenige Menschen die Gefahren? Wirklich aus der Geschichte lernen kann nur, wer sich mit diesen Fragen auseinandersetzt. 

Von einer 1984 von privater Seite aufgestellten Gedenkstele für den 1934 im KZ Kislau ermordeten SPD-Politiker Ludwig Marum sowie einigen jüngst von der Gemeinde Bad Schönborn aufgestellten Info-Tafeln abgesehen gibt es in Kislau bislang keinerlei Hinweise auf die Funktionen, die dem Ort in der NS-Zeit zukamen. In der Schlossanlage befindet sich heute eine Außenstelle der Justizvollzugsanstalt Bruchsal. Die historischen Gebäude sind somit nicht öffentlich zugänglich. Von den Wegen aus, die auf den Gebäudekomplex zu- und an ihm vorbeiführen, kann man die Baulichkeiten allerdings gut sehen. 

Ein Schwarz-Weiß-Foto von einer friedlichen ländlichen Szene mit einer großen Scheune, einem Bauernhaus, eingezäunten Flächen, Bäumen und einer ruhigen Straße, die an den Gebäuden vorbeiführt, unter einem teilweise bewölkten Himmel.
Kislau Ansicht von
Nordosten (JU)

Die Finanzierung

Aus didaktischer Perspektive wäre eine Unterbringung des Lernorts Kislau in einem historischen Bestandsgebäude außerhalb des Sicherheitsbereichs die beste Lösung. Das Land Baden-Württemberg hat dieser Option jedoch eine klare Absage erteilt. Um am historischen Ort Bildungsarbeit leisten zu können, verbleibt damit nur eine Möglichkeit: die Errichtung eines Neubaus vor den Toren der Schlossanlage. Das Land Baden-Württemberg hat uns dafür via Erbpacht ein Baugrundstück zur Verfügung gestellt. 

Um den Lernort-Neubau und dessen Innenausstattung zu finanzieren, sind zweieinhalb bis drei Millionen Euro notwendig. Der Landtag von Baden-Württemberg ist bereit, sich mit 750.000 Euro an der Finanzierung zu beteiligen. Mit dieser Zusage eröffnet sich erstmals die Chance, die geplante Bildungsstätte in absehbarer Zeit zu realisieren. Wann genau das sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Zunächst werden wir alle nötigen Vorbereitungen für das Bau- und Ausstellungsprojekt treffen und weitere Fundraising-Aktivitäten entfalten. 

Spenden

In einem Kasten an der Gedenkstele für den 1934 im KZ Kislau ermordeten SPD-Politiker Ludwig Marum finden Sie Info-Materialien unseres Vereins vor. Die Broschüre ‚Kislau in der NS-Zeit – Ein historischer Rund-gang‘ bietet Ihnen die Möglichkeit, sich die Geschichte des Orts eigenständig topografisch zu erschließen.

Info von T.Volk: Broschüre bitte noch hochaden:

neue Broschüre ‚Kislau in der NS-Zeit’ neue Broschüre ‚Kislau in der NS-Zeit’
Vereinsmitglied mit Rundgangbroschüre 'Kislau in der NS-Zeit'

Prof. Dr. Norbert Frei 

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